Gegen meinen Willen


Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger oder gar Regierungsfeinde


So oder ähnlich werden Menschen genannt, die gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Dabei werden es aber immer mehr Bürger, die sich mit den Einschränkungen nicht anfreunden wollen. Woran mag das liegen? 


Wenn selbst Weltärztepräsident Frank Montgomery über Schals und Tücher als Mundschutz sagt, dass dies "lächerlich" sei und Masken bei unsachgemäßem Gebrauch sogar gefährlich werden können, kann man sich eine leise Kritik nicht verkneifen. "Im Stoff konzentriert sich ein Virus, beim Abnehmen berührt man die Gesichtshaut, schneller kann man sich kaum infizieren", so der Weltärztepräsident. Und der sollte es ja dann mal wissen. 

Aber die Bevölkerung wird gezwungen, einen Mundschutz zu tragen. Zumindest, wenn man am öffentlichen Leben teilhaben möchte und sich ein paar Lebensmittel zulegen will. Denn ohne eine solche Maske kommt man an den teilweise rabiaten Sicherheitsleuten am Supermarkt nicht vorbei.


Und dabei fragen sich viele, ob diese ganze Hysterie überhaupt begründet ist. Wenn man sich die Zahlen des Robert-Koch-Institutes mal genauer anschaut, dann eher nicht. Schon seit über einem Monat sind die Zahlen der Neuinfektionen rückläufig.

Die befürchtete Todeswelle ist ausgeblieben und im Vergleich zu der Grippewelle 2018 eher harmlos. Natürlich ist es für jeden Betroffenen und deren Angehörigen eher unerfreulich, aber vor zwei Jahren hat sich kein Mensch darum geschert, dass in Deutschland 25.100 Menschen an der Grippe verstorben sind. Mit Corona sind bis heute in Deutschland 8.302 Menschen gestorben.


Warum dann diese Panik? Bilder aus Italien und Spanien verunsichern die Menschen. Da werden Leichen in LKWs aus den Krankenhäusern transportiert und es wird von zehntausenden Infizierten berichtet. Dass dies auf fatale Behandlungsfehler und ein marodes Gesundheitssystem zurückzuführen ist, wird erst viel später erkannt und leider in vielen Medien weitestgehend ausgeblendet. 


Aber die Zahlen und Statistiken in Deutschland sind mittlerweile für die Fürsprecher der Einschränkungen erdrückend. Und so gibt es eigentlich keinen weiteren Grund den nationalen Lockdown weiter aufrecht zu erhalten. Daher werden auch immer mehr Maßnahmen langsam zurückgefahren und es kommt in einigen Bereichen zu einem gewissen Maß an Normalität. Doch noch immer besteht Maskenpflicht, Abstandsregel und Gruppenverbot. Auch die Abstandsregeln bescheren den Restaurantbesitzern gravierende Einbußen.


Dies alles wird mit einer zweiten Infektionswelle begründet, die bei nicht Einhalten der Regeln und Verbote über uns hereinbrechen soll. Diese Welle könnte dann noch tödlicher sein, als die bereits erlebte. So zumindest Politiker und ausgewählte Forscher, die uns täglich in den öffentlichen Medien informieren. 


Vielerorts wird dies aber nicht mehr geglaubt. Leerstehende Krankenhäuser und ausbleibende Infektionswellen sollten eigentlich jeden überzeugen. Aber die Propaganda läuft weiter gut. So wird zum Beispiel kurz nach Erleichterungen bei den Beschränkungen schnell von "Masseninfektionen nach Kirchenbesuchen" berichtet. Viele Menschen reagieren danach gleich wieder sehr sensibel und fordern strengere Regeln.


Wenn andere Menschen dann diese Vorschriften und Einschränkungen hinterfragen, diese als "Verschwörungstheoretiker", "Aluhutträger", oder gar "Regierungsfeinde" abgetan werden sollen, ist dies an Arroganz nicht mehr zu überbieten. Wenn Menschen dazu gezwungen werden, eine Maßnahme an sich selbst durchzuführen, die nachweislich gesundheitsschädigend sein kann (wie das Tragen eines Mundschutzes), wird unser Grundgesetz ganz klar mit den Füßen getreten.


Wenn Bürger der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr frei ihre Meinung äußern dürfen, ohne dafür diffamiert zu werden, polizeiliche Maßnahmen gegen Menschen, die das Grundgesetz tragen, durchgeführt werden und fragwürdige Verbote mit Gewalt durchgesetzt werden, befindet sich unser Statt in einem bedenklichen Zustand.


Wenn der einfache Bürger kontrolliert und seine Personalien aufgenommen werden, weil er sich nicht an Abstandsregeln hält, kann man sich die Vergleiche mit dem dritten Reich nicht mehr verkneifen. Wenn Apps auf dem Handy installiert werden sollen, die die Bewegungen der Bürger überwachen und über die Einführung eines Immunitätsnachweises diskutiert wird, sollte jeder Bürger hellwach werden. Wenn öffentlich-rechtliche Sender "Tipps zum Verhalten mit Verschwörungtheoretikern" gibt und dabei empfiehlt, wie man Andersdenkende zum umdenken bewegen kann, ist in unserem Land ein Level erreicht, den es seit 75 Jahren nicht mehr gegeben hat.





Open Sans 18 / 24 jws 26.05.2020

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