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:: Kalenderidioten

07.07.2016

Kalenderidioten

Es gibt zwei Sorten Menschen. Die einen begreifen, wie ein Viermonatskalender funktioniert und die anderen wollen oder können die Funktion eines solchen Kalenders nicht nachvollziehen.  Eigentlich ist es ganz logisch und einfach. Ein Viermonatskalender zeigt vier Monate – im Idealfall in kalendarischer Reihenfolge – gut übersichtlich und informativ an. Dies kann zum Beispiel so aussehen: ganz oben ist der vergangene Monat, wie jetzt aktuell der Juni. Eins untendrunter dann der aktuelle Monat, also der Juli. Dieser ist in den meisten Fällen zusätzlich zu erkennen, da er in einer anderen Farbe gehalten wird. So kann man schon auf den ersten Blick sehen, welchen Monat wir aktuell haben und man muss nicht lange suchen, bis man einen Anhaltspunkt findet. Danach folgen dann die beiden Monate, die auch kalendarisch auf uns zukommen, wenn die Welt nicht davor untergeht oder ein paar Politiker auf die Idee kommen, auch diese Regelung völlig umzuwerfen und etwas neues zu initiieren, damit die Verblödeten nicht immer benachteiligt werden. In unserem Beispiel kommen dann also die Monate August und September. Dies ist eine wunderschöne Einrichtung, die eigentlich für jeden gut verständlich sein sollte. Schnell findet man sich zurecht und schaut einfach auf dem Kalender nach, was diesen Monat und in den nächsten beiden Monaten ansteht. Gleichzeitig kann man auch noch seinen Blick revue passieren lassen und schnell erörtern, was beispielsweise vor vier Wochen am Donnerstag für ein Datum war.

Doch leider können oder wollen das nicht alle Menschen in unserem Umfeld so akzeptieren. Die Revolutionäre des Kalenderdaseins machen unserem sturen Monatszyklusdenken einen kalendarischen Strich durch die Rechnung. Sie reißen die Kalenderblätter in unlogischer Reihenfolge ab und erfreuen sich an unserer Verwirrtheit, wenn wir nicht nachvollziehen können, warum nach dem September plötzlich der Januar zu sehen ist und danach wieder der November. In dunklen Ecken beobachten sie uns mit höhnischem Grinsen und irrem Blick, wie wir uns über diese Hirnrissigkeit echauffieren. Sie filmen uns heimlich mit ihren Handys und zeigen dann in auf Facebook gegründeten Gruppen mit den Namen „Kalenderrebellen vereinigt euch“ oder „So sicher wie das Frühstücksbier – nach Monat acht kommt Monat vier“ ihre besten Filme von verunsicherten Kalendernutzern wie Du und ich, die dann erst einmal ihre Herztropfen nehmen müssen, nachdem sie sich wieder über diese Kalendervandalen aufgeregt haben.

Oder sind diese Menschen einfach nicht in der Lage, einen solchen Kalender ordentlich zu führen? Verstehen sie den Sinn und Zweck einer solchen Agenda nicht? Sind sie schon mit einfachen Tageskalendern überfordert, an denen jeder Tag extra abgerissen werden muss und so ein Tag dem nächsten folgt? Müssen wir mit diesen Menschen Mitleid haben? Ist es an der Zeit an der Volkhochschule Seminare einzurichten, an denen die Funktion einer Viermonatschronik in zweiwöchigen Seminaren unter Beisein eines Psychiaters erläutert wird? Oder zielt dieser Teil der Menschheit darauf hin, nach der Abschaffung des Bargeldes auch noch die Abschaffung aller Kalender und schlussendlich jeglicher Logik herbeizuführen? Wenn man das Fernsehprogramm der heutigen Zeit anschaut, könnte man das vermuten.

Ich jedenfalls, werde weiter unerbittlich und mit Klebestreifen und Tackern bewaffnet dafür kämpfen, dass alle Viermonatskalender in meinem Umfeld ordentlich und chronologisch geführt werden. Daher fordere ich: Datumsfreunde aller Länder vereinigt euch!! Kämpft für die Einhaltung der richtigen Reihenfolge in Viermonatskalendern und bewerft die Almanachterroristen mit Kalenderblättern, die mit Kuhdung gefüllt sind!!

Termingerechte Grüße,

Euer Sepp