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:: Gefahr

23. Mai 2016

Gefahr

Vor fast genau dreißig Jahren habe ich den Führerschein gemacht. Damals hatte ich nicht das Geld, mir ein neues Fahrzeug zuzulegen. Und so begab es sich, dass ich einen alten Ford Escort mein Eigen nannte, der nicht topfrisch aussah. Hier und da hatte er ein paar Macken und die Profiltiefe der Reifen war schon ab und zu hart an der Grenze des Erlaubten. Man hat in jungen Jahren ja auch noch andere Dinge vor, mit dem geringen Verdienst, den man sein Eigen nannte. Da musste man schon Prioritäten setzen. Und so kam es auch bei mir, dass ich viel an meinem Fahrzeug selbst reparieren und nach Möglichkeit erneuern musste. Aber ich schaute schon, dass es möglich war, sein Auto sicher von A nach B zu bekommen. Nicht zuletzt, weil ich damit rechnen musste, in eine Polizeikontrolle zu kommen und bei einem Fahrzeug, welches sich in einem schlechten Zustand befand, erhebliche Schwierigkeiten zu bekommen.

Neulich war ich in Offenburg unterwegs und da fiel mir in einem Parkhaus dieses Modell auf. Leichte Rostspuren am Radkasten sind ja ein weitverbreitetes Problem, mit dem so mancher Autofahrer zu kämpfen hat. Aber der Führer dieses Prachtschlittens ist wohl sehr geübt darin, ernsthaft auf einen zukommende Probleme zu ignorieren.

Für mich war es sehr erschreckend, dass so etwas überhaupt auf unseren Straßen herumfahren kann. Wo sind denn eigentlich unsere Ordnungshüter, wenn man sie braucht? Es kann doch nicht angehen, dass ein dermaßen auffallender, gravierender Mangel nicht bemerkt wird. Sind die Beamten mit anderen, wichtigeren Dingen beschäftigt? Ladendiebe einfangen und nach einer halben Stunde wieder unsanktioniert laufen zu lassen? Auf jeden Fall stehen ja genügend Einsatzwagen vor der Offenburger Wache herum, die auch bewegt werden könnten.

Den Leser dieser Zeilen, der sich in meiner Umgebung auskennt, wird es sicher nicht überraschen, wenn ich nun berichte, dass das Kennzeichen dieses Fahrzeug mit einer „67“ endet, also ein französisches ist. Hier wäre ein Punkt, Politiker davon zu überzeugen, dass die Grenzkontrollen gar nicht mal so schlecht sein können.