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:: An Herrn Peitz

15. September 2015

Sehr geehrter Herr Peitz!

Bisher habe ich Ihre Leistung, die Sie für den KSC brachten, sehr geschätzt. Auch wenn ab und zu ein Patzer dabei war, haben Sie sich sichtlich bemüht und sind auch einmal einem Ball hinterher gerannt, der eigentlich schon verloren zu sein schien. Auch Ihre mannschaftliche Leistung und der Zusammenhalt im Team waren stets vorbildlich.

Doch seit letztem Samstag ist das leider anders. Nach der 0:3 Niederlage gegen Union Berlin beschwerten Sie sich über die Pfiffe von den Rängen im Wildparkstadion. Auch ich bin kein Freund davon, die eigenen Spieler auszupfeifen oder sie zu beschimpfen. Allerdings muss man dem zahlenden Kunden auch zugestehen, dass er nach sechs Niederlagen in acht Spielen Unmut über die nicht gebrachte Leistung kundtut. Wenn Sie dann noch behaupten, die Erwartungshaltung der Zuschauer sei zu hoch, dann muss man sich doch schon fragen, welche Berufseinstellung Sie haben.

Außerdem wurde die Erwartungshaltung vom Vorstand des Vereins vorgegeben. Dort sprach man vor Beginn der Saison von Aufstieg und wollte so die Zahl der Dauerkartenkäufer nach oben treiben. Kaufmännisch gesehen ein richtiger Schritt, aber wenn dann eben diese Erwartungen nicht erfüllt werden, dann darf man sich auch nicht wundern, wenn sich der Kunde beschwert. Vor allen Dingen nicht, wenn man an einem der drei Gegentore Schuld trägt!

Mein Vorschlag an Sie: wenn man ein Spiel 0:6 und das darauffolgende 0:3 verliert, sollte man ganz schön still sein und sich reinhängen, damit mal wieder ein Erfolg zu verzeichnen ist. Ausreden wie Spielerverkäufe und widrige Umstände entschuldigen nicht, sich gegen die eigenen Fans zu stellen. Das können Sie machen, wenn Sie Siege zu verbuchen haben. Und dazu gehört eben auch, bedingungslos zu fighten und nicht resigniert auf dem Platz herumzulaufen, wie es bei einigen Ihrer Kollegen letzten Samstag zu sehen war.

Viele Grüße

Sepp

 

 

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