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:: Blinkmuffel

Blinkmuffel

Sehen und gesehen werden!   - so lautet die wichtigste Devise im Straßenverkehr. Mit gegenseitiger Rücksicht auf einer Ebene, ist das gegenseitige Erkennen einer der wesentlichen Faktoren auf unseren Straßen. So ist es zum Beispiel üblich, bei Nacht das Licht einzuschalten und die anderen Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam zu machen, dass man ihnen entgegenkommt oder vor ihnen her fährt. Auch wenn mancher Verkehrsteilnehmer der Auffassung ist, der automatische Lichtsensor würde diese Arbeit erledigen und man müsste sich nicht mehr darum kümmern, hat noch immer jeder die Verantwortung dafür, ob er im Straßenverkehr wahrgenommen wird, oder nicht. Kommt es dann aufgrund nicht eingeschalteten Lichts bei Dämmerung, Nebel oder aus sonstigem Grund schlechter Sicht zu einem Verkehrsunfall, so ist stets der Fahrzeugführer vollumfänglich Verantwortlich, der nicht für ausreichende Beleuchtung an seinem Fahrzeug sorgt.

Mit dem Fahrtrichtungsanzeiger, wie der Blinker im Gesetzesdeutsch heißt, verhält es sich genauso. Laut § 54 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung ist das Blinken beim Überholen und Einordnen Pflicht und kann bei Zuwiderhandlung mit 30 € Bußgeld belegt werden. Zuzüglich der Schadenskosten bei einem Unfall selbstverständlich! Und die können schnell mal bei mehreren tausend Euro liegen, wenn zum Beispiel ein Verkehrsteilnehmer nicht davon ausgehen konnte, dass Sie auf einmal links abbiegen, obwohl Sie nicht geblinkt haben und Ihnen in Ihr Fahrzeug fährt.

Warum dann immer öfter Verkehrsteilnehmer zu sehen sind, die den Fahrtrichtungsanzeiger nicht betätigen kann schlichtweg nur mit Faulheit beantwortet werden. Da ist es den Leuten doch wirklich zu viel Arbeit, ein kleines Hebelchen nach oben oder unten zu bewegen, um seinen Mitstreitern sein zeitnahes Vorhaben anzukündigen. Was geht es auch die Anderen an, was ich plane, scheint mancher zu denken und hofft in der Anonymität seiner Karosse würde niemand sein Vorhaben durchschauen.  Wie gefährlich diese Vorgehensweise ist, zeigen zahlreiche Unfälle. So berichtet der ACE (Auto Club Europa) von einer Studie, wonach 40 % der Autofahrer und Biker auf das Blinken oftmals verzichten. Dadurch kam es in einem Jahr zu etwas 67.000 Unfällen mit zum Teil tödlichen Folgen!

Jeder, der ein Fahrzeug führt, sollte sich den möglichen Folgen eines solchen Fehlverhaltens bewusst sein!

Ist es erst einmal zu einem Unfall gekommen, kann man das Geschehene nicht mehr rückgängig machen. Und dann ist das Gejammere über die Folgen meist sehr groß. Daher sollte man doch lieber das kleine Hebelchen am Lenkrad benutzen und allen Verkehrsteilnehmern mitteilen, wohin die Reise geht.

In diesem Sinne: allzeit gute und unfallfreie Fahrt!

Euer Sepp

8. Februar 2017

 

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